Im Kino seit 14.April


Previews mit der Hauptdarstellerin aus Äthiopien vom 11. bis 17.April

in Esslingen, Hamburg, Frankfurt, Köln, Dresden, Leipzig



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Inhalt

Aus einer von Mussolinis Okkupationstruppen eingenommenen äthiopischen Stadt flieht eine junge Frau in die Abgeschiedenheit der Wüste. Dort droht sie, in die Fänge marodierender Milizionäre zu geraten, wird aber im letzten Moment von einem Wesen aus einer scheinbar anderen Welt gerettet. 


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Beti hat der Krieg offensichtlich schon schwer zugesetzt, aber sie spricht nicht darüber. Ihre Mutter hat sie zu ihrem Großvater in die abgelegene Einsamkeit der äthiopischen Wüste geschickt. Dort wähnt sie ihre Tochter in Sicherheit. In der Gegend treiben jedoch selbsternannte „Beschützer“ auf Pferden ihr Unwesen. Ihnen läuft die junge Frau fast zwangsläufig in die Arme, als sie im weit entfernten Tümpel das Wasser für den täglichen Bedarf holt. Als der Großvater sich auf den langen Weg machen muss, um für die verendete Ziege den überlebensnotwendigen Ersatz zu besorgen, bleibt Beti den Zudringlichkeiten der Milizionäre scheinbar hilflos ausgeliefert.

Intelligent, wie sie ist, schafft sie es aber, die Kerle erst einmal gegeneinander auszuspielen und für kurze Zeit abzuwimmeln. In diese bedrohliche Situation hinein landet raketenartig und unter gewaltigem Getöse ein „Ei“ vom Himmel, aus dem mitten in der Wüste ein Wesen mit menschlicher Gestalt „schlüpft“ - ein nackter, dünner Knabe. Nach anfänglicher Angst nimmt sich Beti des Fremden an, der sich nur ungelenk bewegen, auch nicht sprechen kann und das Verhalten eines Kindes hat. Beti nennt ihn „Amare“.

Amare lernt schnell und obwohl klein und mager, ist er ein erfolgreicher Jäger, wenn es darum geht, Kaninchen für den Kochtopf zu fangen. Dass er auch für Menschen ein Tod bringender Kämpfer ist, zeigt sich in der unvermeidlichen Konfrontation mit den zu Betis Hütte zurückkehrenden Milizionären.

Und auch als ein versprengter italienischer Soldat auftaucht, sein brutales Zerstörungswerk beginnt und Betis Gesundheit und Leben bedroht, ist es Amare, der die junge Frau entgegen allen Erwartungen rettet.


ÜBER DEN FILM

"Beti und Amare" ist ein Film über die Gewalt gegen Frauen, wie sie in manchen Ländern Afrikas alltäglich ist, über Vergewaltigung und Tötung nicht nur als Waffe im Krieg, sondern als Recht, das sich Männer der verschiedenen gesellschaftlichen Schichten ungestraft herausnehmen. Beti ist eine dieser Frauen, eines dieser Opfer. Andy Sieges Film beleuchtet (und beantwortet) die Frage, wie  Beti mit der Traumatisierung fertig zu werden versucht, wi
e sie das Erfahrene überlebt  - und welche Rolle Amare, das Wesen aus einer scheinbar anderen Welt, dabei spielt.


Obwohl nur mit nur etwa 14.000 selbst aufgebrachten Euro produziert, ist „Beti und Amare“ ein bewundernswert gelungener kleiner Film. In seiner Art einmalig und besonders, stellt er sich real existierenden gesellschaftlichen Problemen mithilfe surrealer Elemente (entgegen). Und wirft alle Sehgewohnheiten über den Haufen.



Regisseur/Produzent Andreas Sieges spartanische Ästhetik und sein minimalistischer Set in der Wüste mögen Tugenden sein, die aus der Not des Budgets geboren sind. Aber einen historischen Science Fiction Film für eine kleine fünfstellige Summe zu realisieren, ist mehr als beeindruckend – ganz gleich, von welchem Gesichtspunkt man ihn betrachtet. So verbindet er Erzählweisen des afrikanischen Kinos mit Stilmitteln aus Europa zu einem neuen filmischen Sub-Genre. (Der Regisseur wurde 1985 in Nairobi geboren und hat die meiste Zeit seiner Kindheit/Jugend zwischen Afrika und Europa verbracht.) Andreas Siege, auch der

Kameramann des Films, beweist ein unglaubliches Gefühl für visuelle Kompositionen, wenn er etwa schwarzweiße Bilder verblüffend und gleichzeitig gewollt effektvoll mit farbigen mischt. Oder wenn er bizarr stilisierte Traumsequenzen inszeniert, die „aussehen wie das Produkt von Georges Méliès auf einem LSD-Trip“ (J.B. Spins).



„Beti und Amare“ ist eindeutig ein Film für Leute, die auf der Suche nach und offen für etwas Neues sind. Nicht von ungefähr hat er bereits viele Einladungen zu großen internationalen Festivals erhalten:

Fotos aus dem Film

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